Wir lehnen uns vermutlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn wir sagen, dass Camper auf dem Vormarsch sind.

Da die Nachfrage nach Kurzreisen und Trips im Camper immer weiter steigt, haben wir uns gedacht, dass wir Ihnen einige nützliche Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie Ihre Reisen unabhängig von vorhandenen Sanitäranlagen und anderen Einrichtungen gestalten können.

Wir können Ihnen sagen, dass es ein beruhigendes Gefühl ist, sich sicher sein zu können, mehrere Tage problemlos überstehen zu können. Im Grunde kommt es wirklich nur darauf an, die richtige Ausrüstung dabei zu haben und gut vorbereitet zu sein. In diesem Fall können Sie sich beruhigt zurücklehnen und Ihren Urlaub in vollen Zügen genießen.

Dirty Camping - Nein, Danke!

Vielleicht haben auch Sie bereits von dem Begriff des „Dirty Campings“ gehört. Diese Art des Reisens wird momentan heiß diskutiert und sollte nicht mit dem verantwortungsbewussten Campen in der freien Natur verwechselt werden. Beim Dirty Camping handelt es sich um unverantwortliches Verhalten der Reisenden, die Ihre Camper parken, wo auch immer sie wollen, und zusätzlich Chaos stiften. Es werden Müll und weitere – unmögliche – Hinterlassenschaften zurückgelassen! Ja… das finden wir auch – unglaublich und einfach ekelhaft!

Es muss natürlich gesagt werden, dass ein Großteil der Reisenden verantwortungsbewusst ist und sich an die Regeln hält. Doch leider wirft das Verhalten dieser Minderheit ein schlechtes Licht auf den Rest der Camper Community. Das wollen wir natürlich verhindern! 

Es ist ganz offensichtlich, dass die Zunahme an Reisenden und die aktuelle Situation rund um Corona die Infrastruktur des Tourismus nicht nur in unserem Heimatland England, sondern auch in Deutschland, auf die Probe stellt. Der Mangel an Möglichkeiten zur Entsorgung des Mülls und öffentlichen Sanitäranlagen führt dazu, dass vielerorts die Mülltonnen überlaufen und sich der Müll schließlich am Straßenrand ansammelt. Dies ist ganz offensichtlich nicht gut und sollte auf jeden Fall vermieden werden. Bitte entsorgen Sie Ihren Müll ordnungsgemäß – es ist wirklich nicht so schwierig! Es ist wichtig, dass wir als verantwortungsbewusste Camper die entsprechende Etikette einhalten – wer weiß schon, wie lange die Zeit des Campens noch anhält!  

Gemeinden sind zu Recht besorgt, da vielerorts die wundervolle Natur durch verantwortungslose Einzelpersonen ruiniert wird. Es ist daher umso wichtiger, dass wir alle unseren Beitrag zu einem verantwortungsbewussten Reisen leisten, indem wir die Natur schätzen, erhalten und schützen. Wir sollten uns alle bestimmt gegen diesen schmutzigen Trend aussprechen. Dirty Camping – Nein, Danke!

Grundsätzlich gilt, wenn Sie sich an die Regeln des Campens im Freien halten, sollten wir alle gut über die Runden kommen. Diese Regeln sind eigentlich ganz einfach:

  1. Keine Hinterlassenschaften. Respektieren Sie Ihre Umgebung und lassen Sie den Ort so zurück, wie Sie ihn vorgefunden haben. Räumen Sie Ihren Müll weg, verursachen Sie keine Schäden oder unnötige Lärmbelästigung.
  2. Grundsätzlich sollten Sie bei Dämmerung anreisen und in den frühen Morgenstunden weiterziehen. Der Halt zur Übernachtung sollte auch lediglich zum Übernachten genutzt werden.
  3. Erkundigen Sie sich beim Grundbesitzer – wenn möglich – ob eine Übernachtung zugelassen ist.
  4. Übernachtungen sind nicht zum dauerhaften Campen gedacht. Schlagen Sie weder Zelt noch Sonnenschutz auf, hängen Sie keine Wäsche auf und stellen Sie keinen Campingtisch auf... wir sind noch nicht auf dem Campingplatz.
  5. Sicherheit ist das A und O. Halten Sie Ihre Türen verschlossen und denken Sie nicht, dass Sie bei Zwischenstopps und Übernachtungen die Sicherheit eines Campingplatzes genießen könnten. Ein kleiner Safe im Camper ist ebenfalls eine gute Idee, um Ihre Wertsachen sicher zu verstauen.
  6. Kaufen Sie aus der Umgebung. Der Einkauf in der Umgebung ist immer eine gute Möglichkeit, die Gemeinden zu unterstützen, in denen Sie sich gerade aufhalten.

    Genug der Aufregung :)

    Nun, da wir die Grundregeln noch einmal festgehalten haben, werden Sie in diesem Blogpost erfahren, dass es viele Vorteile haben kann, unabhängig im eigenen Camper verreisen zu können. Einige dieser Vorteile sind finanzieller Natur, wobei andere rein der Freude und den gesammelten Erfahrungen dienen. Wenn Sie vollständig unabhängig sind, haben Sie die Wahl, sich einfach mal von den anderen Campern zu isolieren, können aber gleichzeitig jederzeit zu den Vorteilen einer Gemeinschaft auf dem Campingplatz zurückkehren. Sie haben so weitaus mehr Flexibilität und können das Beste beider Welten genießen.

    Verantwortungsbewusstes Handeln im Bereich der Sanitäranlagen

    Aufgrund der schlechten Presse, die in letzter Zeit über das Campen im Freien und die allgemeine Camper Gemeinschaft geschrieben wurde, gilt die Regel „Keine Hinterlassenschaften“ umso mehr.

    Eine eigene Toilette im Camper ist ein riesiger Vorteil beim Campen und der Erkundung der Umgebung. Sie sind so nicht darauf angewiesen, sich an örtlichen Sanitäranlagen zu orientieren, die – wenn wir mal ehrlich sind – auch nicht immer besonders angenehm sind. Zusätzlich stellen diese Sanitäranlagen zu Zeiten von Corona ein unmittelbares Gesundheitsrisiko dar, auf das wir gerne verzichten können.

    Wenn Sie zusätzlichen Platz in Ihrem Camper haben, sollten Sie vielleicht überlegen, sich eine mobile Campingtoilette zuzulegen. Bereits seit den 60er Jahren funktionieren diese chemischen Toiletten sehr gut. Trotzdem müssen auch diese Toiletten natürlich entleert werden. In kleineren Campern können natürlich auch einfache, tragbare Töpfchen genutzt werden, die Sie einfach unter dem Sitz verstauen, bis das Töpfchen gebraucht wird. Planen Sie am besten im Voraus und stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Müll und die Hinterlassenschaften ordnungsgemäß entsorgen können.

    Wir bitten Sie jedoch dringlich darum, sollten Sie keine Toilette dabeihaben, sich wenigstens eine Handschaufel einzupacken. Dies ist ein unverzichtbares Werkzeug für Notfälle, wenn Sie unterwegs sind, vor allem, wenn der Zugang zu den öffentlichen Toiletten eingeschränkt ist. Es geht doch nichts über das verantwortungsbewusste Erledigen des Geschäftes in der freien Natur! Sorgen Sie jedoch dafür, dass Sie sich mehr als 50 Meter entfernt von der nächsten Wasserquelle befinden und ein 15 – 20 cm tiefes Loch graben – vergessen Sie nicht, dass Papier mitzunehmen!

    Brauche ich mal wieder eine Dusche?

    Man kann durchaus ohne weitere Probleme einige Tage ohne Dusche über die Runden kommen. Alles darüber hinaus kann dann aber doch mal kritisch werden. Nicht die beste Idee, wenn man nur einen beschränkten Wohnraum teilt.

    Wenn Sie Platz für eine Dusche im Camper haben, dann können Sie sich glücklich schätzen! Einrichtungen mit einem Warmwasser Zugang sind purer Luxus und können natürlich eingebaut werden, wenn Sie wert darauflegen, stets sauber und wohlriechend zu sein. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie auf Ihren Reisen Anlagen aufsuchen, in denen Sie Ihren Abwassertank leeren können.

    Bei den meisten Fahrzeugen ist eine Duscheinheit jedoch einfach leider nicht möglich. So muss meist auf einen Eimer und eine einfache Katzenwäsche zurückgegriffen werden. Alternativ können Sie ein Bad im nächsten Fluss oder See nehmen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Solardusche, die vor allem an warmen Tagen sehr nützlich sein kann, bei kälteren Wetterbedingungen jedoch sehr frostig ist.

    Power Up

    Auf vielen Campingplätzen können Sie Ihre Elektrizität anschließen, aber wenn Sie alleine unterwegs sind, sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Camper auch bei abgestelltem Motor eine funktionierende Stromversorgung hat. Sie können also eine 12V-Fahrzeugbatterie nutzen (die Verwendung von 12V-Batterien ist stark angestiegen und es lassen sich tatsächlich eine Vielzahl an Geräten netzunabhängig betreiben) und diese sogar mit Solarstrom verbinden! Wenn Sie bei guten Wetterbedingungen verreisen, dann ist Solarenergie großartig. In England kann man sich darauf leider nicht immer verlassen, dass die Sonne rauskommt, sodass eine Kombination der beiden Energiequellen vermutlich die vernünftigere Entscheidung ist.

     

    Fahrzeugbatterie 95 Amp

    Solarpaneele gibt es in einer Reihe verschiedener Formate, von fest montierten bis hin zu flexiblen Varianten. Die meisten Menschen werden ihre Solarpaneele auf dem Dach des Campers anbringen, wobei flexible Designs Ihnen die Freiheit geben, das Paneel frei zu bewegen. Bei einem fest montierten Paneel könnte es sein, dass Sie Ihr Fahrzeug entsprechend ausrichten müssen, um die Batterie aufzuladen. Bei einem flexiblen Modell haben Sie dieses Problem nicht und können den Winkel ganz einfach anpassen.

    Verpflegung!

    Sicherlich ein großer Reiz für viele Menschen auf Reisen ist der Zwischenstopp, wo auch immer es ihnen gerade gefällt, um einige der lokalen Delikatessen probieren zu können. Die Selbstverpflegung im Camper kann jedoch um einiges freundlicher für das Budget sein. So müssen Sie nicht unbedingt ein Vermögen für das Abendessen ausgeben.

    Das Essen beim Campen in der freien Natur muss nicht unbedingt stark von dem abweichen, was Sie zuhause gerne essen. Viele Camper haben heutzutage ein Gaskochfeld, mit dem Sie in der Lage sind, einige wirklich leckere Gerichte zuzubereiten. Wenn Sie lieber im Freien kochen möchten, können Sie für ein tolles BBQ natürlich auch einen Grill mitnehmen.

    Grundsätzlich gilt, dass Sie sich im Voraus Gedanken über die Kühlung und das Kochen der Speisen machen sollten. Erst dann können Sie mit einem handfesten Plan beginnen, Ihren Camper auszubauen. Einige Lebensmittel sind sehr lange haltbar, hierzu zählen zum Beispiel Dosensuppen, Bohnen und Ramen-Nudeln. Sollten Sie jedoch einige frische Lebensmittel genießen wollen – die in der Regel recht schnell verderben können – ist es wichtig, dass Sie ein effizientes Kühlsystem einbauen.

    Es gibt eine großartige Auswahl an Küchenutensilien und Kühlgeräten für Ihren Camper, die Ihre Möglichkeiten zur Verpflegung um einiges erweitern und Sie wesentlich flexibler machen.

    Wie viel Wasser können Sie mitnehmen?

    Wenn Sie Wasser in Ihrem Camper transportieren möchten, sollten Sie vorher Ihren Wasserbedarf und die maximale Wassermenge, die Sie aufnehmen können, berechnen und berücksichtigen.

    Wasserspeicher stellen eine gute Möglichkeit dar, eine vergleichsweise große Menge an Wasser sicher zu transportieren. So haben Sie unterwegs die Möglichkeit, auf sauberes Trinkwasser zurückzugreifen. Wir haben in der Vergangenheit festgestellt, dass beim Campen für 3-4 Tage etwa 60 Liter Wasser verbraucht werden, wenn man einen sparsamen Verbrauch hat. Wenn Sie eine Dusche im Camper haben und diese nutzen, benötigen Sie natürlich weitaus mehr.

    Auch natürliche Wasserquellen können natürlich genutzt werden, wobei Sie hier jedoch auf Nummer sicher gehen sollten, dass das Wasser nicht verunreinigt ist. Klares, fließendes Wasser ist stehendem Gewässer vorzuziehen. In jedem Fall sollten Sie das Wasser vor dem Verzehr entsprechend behandeln. Sie können es entweder abkochen, um so die meisten schädlichen Inhaltsstoffe zu beseitigen, oder mit einem Wasserfilter oder -reiniger behandeln.

    Der richtige Umgang mit dem Abfall

    Sie sollten sich dringend vor der Reise überlegen, was Sie mit Ihrem Abwasser anstellen wollen. Dabei ist zwischen dem Abwasser der Dusche sowie der Spüle und dem Abwasser der Toilette zu unterscheiden.

    Achten Sie beim Abwasser der Dusche und der Spüle darauf, umweltfreundliche Produkte zu verwenden. Wenn Sie keinen geeigneten Platz zum Entsorgen des Abwassers finden, können Sie dieses Notfalls in den Straßeneinlauf kippen.

    Das Abwasser der Toilette ist da schon etwas kniffliger. Entsorgungsanlagen, die sich hierfür eignen, sind nicht sehr weit verbreitet. Fragen Sie vielleicht einfach bei Ihrem Campingplatz nach, ob Sie dort Ihr Abwasser entsorgen dürfen. Viele Campingplätze erlauben dies gegen eine geringe Gebühr, fragen Sie vorsichtshalber jedoch vorher nach.

    Für den Fall der Fälle haben Sie ja noch immer Ihre geliebte Handschaufel dabei. Bitte denken Sie daran, Ihr Klopapier wegzuräumen!

    Um noch einmal auf den Punkt „Keine Hinterlassenschaften“ zurückzukommen: Lassen Sie Ihren Müll nicht herumliegen, nehmen Sie ihn notfalls mit nach Hause.

    Da hätten wir also unsere Informationen, Tipps und Tricks zum verantwortungsbewussten, unabhängigen Campen. Es besteht kein Zweifel, dass die Freiheit beim Campen einen großen Reiz darstellt. Wir bitten Sie jedoch, sich an die Regeln zu halten und Rücksicht auf die Natur, die wir alle so sehr schätzen, zu nehmen.

    Zusätzlich empfehlen wir für Anfänger die Übernachtung auf einem Campingplatz. Sie können sich dann nach und nach vorwagen und Ihren Camper auch irgendwann im Freien aufstellen.

    Es gibt so viel zu erkunden also machen Sie sich auf den Weg – vielleicht sieht man sich ja!

    Starten Sie schon heute mit dem Traum vom eigenen Camper Ausbau und erleben Sie mit Kiravans aufregende Abenteuer.