Nun, da wir den großen Lockdown hoffentlich so langsam hinter uns gelassen haben, möchten wir Ihnen gerne ein Update geben und Ihnen erzählen, was wir aus dem Lockdown gelernt haben und was wir so die letzten 4 Monate getrieben haben.

Obwohl sich die momentane Lage immer mehr wie der normale Alltag anfühlt, hat die Pandemie unweigerlich ein Umfeld geschaffen, auf das niemand so wirklich vorbereitet war.

Sales Update

Unser Handelsbereich in England hat im März und April wirklich dramatische Einbußen erlebt, da die Werkstätten in dieser Zeit schließen mussten. Als wir endlich wieder mit dem Umbau beginnen konnten, haben wir bereits in den letzten zwei Wochen im Mai höhere Verkaufszahlen verbuchen können. Es war wirklich herzerwärmend, als wir die Namen unserer altbekannten Kunden auf den Bestelllisten wiedererkannt haben.

Wir hatten jedoch wirklich Glück im Unglück; die Zahlen unseres Handelsbereichs sind zwar in den Keller gegangen, wir konnten aber gleichzeitig beobachten, wie unsere direkten Verkäufe so langsam an Fahrt aufnahmen. Die ersten zwei bis drei Wochen des Lockdowns haben wir auch hier einen Schrecken bekommen, es war wirklich unheimlich still; niemand schien zu wissen, wie es weitergehen soll. Wir konnten jedoch schnell erkennen, dass die Dinge hier rasch wieder anliefen. Die Geschäfte liefen so gut, dass wir schon Ende Mai so viel um die Ohren hatten wie noch nie! Der Lockdown bedeutete für viele zusätzliche Freizeit, um an dem Selbstausbau zu tüfteln. Auch unsere Deutsche Webseite hat in den letzten vier Monaten enorm an Fahrt aufgenommen.

Es war wirklich großartig zu sehen, wie so viele neue Camper von Ihnen ins Leben gerufen wurden – also teilen Sie diese bitte weiterhin gerne mit uns :)

Das Büro in den eigenen vier Wänden

Für das Team des Kiravans Büros bedeutete die Pandemie einen Umzug vom Office in die eigenen vier Wände. Working from Home war bereits zuvor für einige Teammitglieder eine mögliche Alternative, trotzdem war die vollständige Umstellung zu Beginn eine Herausforderung. Wie für die meisten anderen war es auch für uns eine Umstellung, die Arbeit, Online-Unterricht der Kinder und das Familienleben insgesamt zu meistern, ohne dabei an die Decke zu gehen. Ich für meinen Teil habe definitiv festgestellt, dass es reichlich Mühe gekostet hat, die richtige Balance zu finden, aber im Großen und Ganzen lief es für uns alle vergleichsweise reibungslos. Wir haben unsere Bürozeiten zunächst verkürzt und haben der Herausforderung flexibel entgegengesehen.

Die größte Herausforderung für uns war es, das Team rund um unseren Kundensupport vollständig aus der Ferne agieren zu lassen, aber der technologische Fortschritt ermöglicht es uns allen, in Echtzeit mit Kunden und Teamkollegen gleichermaßen in Verbindung zu stehen. Unser Telefonsystem ist internetbasiert, sodass wir Anrufe von unseren Telefonen im Büro oder auch von den Mobiltelefonen aus entgegennehmen und weiterleiten können - es macht also keinen Unterschied, ob wir am Schreibtisch im Büro oder am Küchentisch in den eigen vier Wänden sitzen. Unsere Webseite läuft über den Anbieter Shopify, sodass wir von überall Zugriff darauf haben. Wir können Produkte hinzufügen, Lagerbestände aktualisieren und Bestellungen erstellen, ohne vor Ort sein zu müssen. Auch unser Kundensupport agiert über die Cloud – vor allem Live-Chat, E-Mail und unsere Social-Media-Kanäle sind hier betroffen – es macht hier also keinen Unterschied, ob wir im Büro sind oder anderswo. Zusätzlich nutzen wir das Buchhaltungssystem Xero, welches ein weiteres webbasiertes System ist, sodass auch hier von Zuhause aus gearbeitet werden kann. Die Technik macht’s möglich!

Wir haben für das gesamte Team ein regelmäßiges Treffen zu einem Kaffee über Zoom um 10:30 arrangiert – dieses Meeting stellte sich als äußerst hilfreich heraus, da wir alle auf dem Laufenden blieben und im Austausch standen. Ohne diese Treffen wären die Dinge um einiges komplizierter gewesen. Wir treffen uns noch immer zum Morgenkaffee über Zoom, einfach um in Kontakt zu bleiben. Obwohl ich ehrlicherweise gestehen muss, dass ich es nur an einigen Tagen der Woche zum Meeting schaffe – 10:30 Uhr hat sich in diesem Haushalt als produktivste Zeit für den Google-Matheunterricht herausgestellt.

90% unserer Büromitarbeiter sitzen immer noch Zuhause vor dem Computer, aber alles läuft wie gewohnt weiter - unabhängig davon, wo unsere Schreibtische stehen!

Welche Schlüsse konnten wir also aus dieser schwierigen Zeit ziehen?

Unser Team wird Ihnen berichten können, dass die Arbeit von Zuhause – sofern das richtige System eingesetzt wird und die Abläufe klar sind – gar nicht so kompliziert ist! Wir verstehen natürlich, dass es nicht so viel Spaß macht und auch, dass Arbeit und Familie unter einem Dach nicht immer einfach sind! Trotz alledem sind die Systeme, die wir eingerichtet haben, sehr belastbar und bedeuten auch, dass wir fast wie zuvor weitermachen konnten – wovon wir natürlich begeistert sind! Ich bin meinem gesamten Team einfach so unglaublich dankbar für diesen Balanceakt, die frühen Morgenstunden und späten Abende sowie die einfallsreichen Wege, die wir gefunden haben, auch unter diesen ungewohnten Bedingungen zu arbeiten.

Lagerbedingungen

Diejenigen unter Ihnen, die meine wöchentlichen Business-Updates gelesen haben – als der Lockdown das erste Mal eingeläutet wurde – werden wissen, dass unser Lager in diesem Zeitraum aufgrund von notwendigen Sicherheitsabständen, Abschirmung und Isolations-Maßnahmen weniger Personal hatte. Natürlich hatte dies einen spürbaren Einfluss auf das Team, das sich normalerweise um die Abwicklung der Bestellungen kümmert. Glücklicherweise haben alle auch diese Phase unbeschadet überstanden und wir konnten schon bald zu alter Stärke zurückfinden.

Diese Zeit war für uns vermutlich die schwierigste, da wir einfach nicht in der Lage waren, der Abwicklung der Bestellungen schnell genug nachzukommen. Unsere Strategie während der Pandemie hat es uns nicht erlaubt, weiteres Personal ins Unternehmen zu bringen, wir wollten unser Team aus Sicherheitsgründen gerne so klein wie möglich halten. Trotzdem hat das Team alles gegeben und konnte den Rückstand schon bald aufholen, als mehr Personal an die Arbeit zurückkehren konnte.

Lieferungen

Natürlich waren auch nationale und internationale Lieferungen unterschiedlich stark betroffen, da das Team im Lager reduziert werden musste und sich auch die Vertriebsnetze verändert haben. Aufgrund dieser Änderungen haben wir zum Beispiel alle Gebühren auf Standardlieferungen innerhalb Englands gestrichen. Ja, das kostete uns mehrere Tausend Euro, trotzdem denken wir, dass es unter den gegebenen Umständen das Richtige war!

Obwohl wir alle mittlerweile daran gewöhnt sind, mit Amazon Prime kostenlos beliefert zu werden, und obwohl es natürlich großartig wäre, Ihnen das ganze Jahr über eine kostenlose Lieferung anbieten zu können, ist dies für die meisten Unternehmen wie uns als langfristige Maßnahme einfach nicht umzusetzen. Wir verlieren am Ende bei den kleineren Bestellungen, daher ist es für uns noch immer sehr wichtig, unsere Grenze für kostenlose Standardlieferungen bei 89 Euro zu halten. Wir werden dies natürlich weiterhin im Auge behalten, um Ihnen den bestmöglichen Preis und Service bieten zu können.

Die Lieferungen laufen wieder wie gewohnt, einschließlich der Expresslieferungen innerhalb von 1-2 Tagen, sollten Sie also eine Lieferung besonders dringend benötigen, melden Sie sich gerne einfach bei uns!

Dies war also ein Überblick darüber, was hier bei Kiravans in den letzten vier Monaten passiert ist! Wir hoffen, Sie fanden diesen kleinen Einblick interessant!

Mir ist natürlich bewusst, dass noch ein langer Weg vor uns liegt, wir möchten diese Gelegenheit trotzdem nutzen, um Ihnen für Ihre Geduld und Unterstützung zu danken – Sie werden schon bald wieder von mir hören :)


Rob