Während des Lockdowns habe ich damit begonnen, wöchentlich eine E-Mail in längerem Format mit den wichtigsten Updates zu versenden und diese dann unserem Blog hinzugefügt, damit sie für jeden sichtbar waren. Ursprünglich sollte es nur ein Update zu den Lagerbeständen und Lieferzeiten sein. Ich persönlich empfand diese Zwischenmeldungen jedoch nicht nur nützlich, sondern auch in einer gewissen Art therapeutisch. Darüber zu schreiben, was vor sich ging, und zu versuchen, unseren Kunden einen Einblick in das zu geben, was hinter den Kulissen so vor sich ging, hatte etwas Beruhigendes.

Es war wirklich toll zu sehen, wie viele Menschen eine Nachricht der Wertschätzung hinterlassen und uns mitgeteilt haben, wie sehr sie es genossen, etwas mehr über Kiravans und unsere Arbeit zu erfahren. Das hätte wahrscheinlich keine Überraschung sein müssen. Ich denke, wir neigen oftmals dazu, uns Tag für Tag hauptsächlich auf die grundlegenden Dinge zu konzentrieren, damit das Geschäft auch ja reibungslos läuft - eine vernünftige Website, akkurate Informationen, Lagerverfügbarkeiten und schneller Versand der Bestellungen usw. Hier bei Kiravans agieren wir hinter den Kulissen vermutlich wirklich etwas ungewöhnlich, doch halten wir es die meiste Zeit für selbstverständlich; daher war es wirklich schön zu hören, dass die Einblicke für so viele Menschen interessant waren.

Was haben wir also gelernt?

Es ist eigentlich nur eine Floskel "Menschen kaufen bei Menschen", doch haben wir es bisher vermutlich eher vermieden, mehr Persönliches von uns preiszugeben und uns weniger „menschlich“ gezeigt. Ich denke, Sie können zukünftig damit rechnen, dass wir mehr Persönlichkeit vermitteln werden. Das mag bedeuten, dass mehr Langformate, wie dieses hier erscheinen, zusätzliche Videos von anderen Mitgliedern des Teams hinzukommen, Einblicke in unsere Arbeitsweise gewährt werden oder Abläufe der Produkt- und Projektentwürfe geteilt werden. Lassen Sie sich überraschen! :)

Was steht als nächstes an?

Als Team erwägen wir einige langfristige Veränderungen, während wir uns auf dem Weg zurück zu einer Art Normalität befinden.

Wir alle haben bemerkt, dass die Arbeit von Zuhause aus einige große Vorteile mit sich bringt – deshalb denken wir, dass wir die Dinge vollkommen auf den Kopf stellen werden und gehen momentan einfach davon aus, dass die eigenen vier Wände der neue Arbeitsplatz sind. Das Büro ist nur noch ein Ort, den man gelegentlich für einen Tapetenwechsel aufsucht. Wir haben zuvor immer einen Vermerk im Kalender hinterlassen, wenn wir einen Tag von Zuhause aus arbeiten wollten. Jetzt stellen wir das Ganze auf den Kopf und fangen an, eine Notiz einzutragen, wenn wir doch einmal wieder vorhaben, im Büro vorbeizuschauen :)

Arbeitszeiten – ehrlich gesagt, sind wir alle in den letzten Monaten einem Rhythmus gefolgt, der zu unserem Familienleben gepasst hat. Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr erscheint uns mittlerweile eine veraltete Vorstellung zu sein. Ich vermute, wir werden auf der Grundlage weiterarbeiten, dass wir alle darauf vertrauen, unser Bestes zu geben und einem idealen Rhythmus zu folgen. Es kommt im Grunde nicht auf die Anzahl der Arbeitsstunden an, sondern nur darauf, dass die Arbeit erledigt wird – wann immer das auch sein mag.

Unsere interne Kommunikation verläuft mittlerweile so, dass wir die wichtigen Dinge schriftlich festhalten, sodass jeder auf dem neuesten Stand ist und auch stets auf diese Infos zugreifen kann. Da momentan alle zu unterschiedlichen Tageszeiten und an verschiedenen Orten arbeiten, ist es nicht mehr möglich, sich einfach kurz über den Schreibtisch eines Kollegen zu lehnen und ein Gespräch zu führen oder ein Team für ein Gespräch in einen Besprechungsraum zu holen. Stattdessen tauschen wir uns jetzt asynchron aus und vertrauen auf Basecamp mit unseren gesammelten Dokumenten, Nachrichten-Verläufen und einem ganz simplen Chat-System. Dies bedeutet also, dass wir Dinge aufschreiben, anstatt sie laut auszusprechen – und obwohl es etwas gewöhnungsbedürftig war, fühlt sich diese Arbeitsweise mittlerweile völlig normal an. Wir sind effizienter, aufmerksamer und arbeiten durchdachter. Gelegentlich mag die Arbeitsweise noch etwas langsamer sein, doch denken wir, dass es so letztlich zielführender ist und grundsätzlich auch geordneter abläuft. Die Dinge etwas langsamer angehen zu lassen, ist eine Erkenntnis, die viele von uns an diesem Lockdown als positiv empfunden haben – das ist sicherlich etwas, das wir aus dieser Erfahrung gelernt haben und auch mitnehmen werden.

Wir haben natürlich noch einen langen Weg vor uns. Wir möchten diese Gelegenheit trotzdem nutzen, um Ihnen für Ihre Geduld und Unterstützung zu danken. Sie werden schon bald wieder von mir hören :)


Rob